Burnout als Chance

Dank des Burnouts habe ich das erste Mal zu mir selbst gefunden, zu meiner wahren Natur.
Ich habe meinen Körper kennengelernt und die Liebe in mir entdeckt.
Alle wertvollen Erfahrungen und Erkenntnisse möchte ich in die Welt hinaustragen,
um hilfebedürftigen Menschen in ähnlichen Situationen zu helfen,
meine Lebensaufgabe, nach der ich mich ein Leben lang sehnte.

Von klein auf begleiteten mich Angst, Zweifel, Unsicherheit und dauernde Nervosität,
geerbt von meinen Vorfahren. Es hieß, ich solle mich damit abfinden.
Vor Konflikten lief ich davon, unfähig Entscheidungen zu treffen und zu mir zu stehen.
Da ich in mir selbst weder Halt noch Selbstbewusstsein spürte, war ich abhängig vom Verständnis und Wohlwollen meiner Mitmenschen.

Diese Ohnmacht führte zwangsläufig von einer Fehlentscheidung zur nächsten.
Denn nur ich lebe in mir und spüre meine wahren Bedürfnisse
Nur ich kann wirklich für mich sorgen, entscheiden und bestimmen.

Irgendwie fühlte ich mich nie recht wohl in mir. Die vielen ängstlichen Gedanken ließen mich hauptsächlich im Kopf leben.
Mein Atem war unbewusst meist kurz und flach. Muskelspannungen nahmen massiv zu. Die Zellen waren unterversorgt. Schmerzhafte körperliche Blockaden zeigten sich. Das Herz raste, der Magen streikte, Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen, innere Unruhe und Schlaflosigkeit steigerten sich.
Gedanken verfolgten mich. An Bulimie litt ich bereits seit meiner Jugend. Infekte wehrte ich medikamentös ab. Schwierigen Menschen wich ich grundsätzlich aus.

Die Ursachen für mein Leiden suchte ich überall, nur nicht mir.
Ich hatte andere stets für mich entscheiden lassen und ihnen die Verantwortung übergeben. Ich führte also nicht mein Leben, sondern das der anderen. Ich ärgerte mich dafür, war aber unfähig etwas zu ändern, gefangen in einem Teufelskreis.

Stressphasen wurden länger, der Druck unerträglich, Entspannung und Ruhe machten sich rar.
Mein Körper fühlte sich krank und erschöpft an, irgendwie eingesperrt in sich selbst. Ihm fehlte die Luft zum Atmen. Immer öfter kam ein mulmiges Bauchgefühl hinzu, Angst den Aufgaben nicht mehr gewachsen zu sein. Ein rasender Puls und Gehörverlust folgten. Ich verlor den Boden unter den Füßen. Ein Gefühl von panischer Hilflosigkeit mit der Diagnose Burnout stellte sich ein.

Die Negativspirale setzte sich fort mit extremer Konzentrationsschwäche, geistiger und körperlicher Nervosität und Angstzuständen, mein Leben nicht mehr zu bewältigen. Einsam, abgeschnitten und unverstanden von der Außenwelt war ich gefangen in einem Käfig.
Funktionierend wie eine Maschine auf Knopfdruck wusste ich nicht, wer ich war.
Den Weg in die Freiheit, ins Glück, hatte ich verloren.

Heute weiß ich:

Meinem Körper fehlte die tiefe ruhige Atmung, die alle Zellen mit Lebensenergie, Lebendigkeit, Kraft und Freude versorgt. Viele Zellen erkrankten so sehr, dass mein Körper kaum noch lebensfähig war.
Geprägt von anerzogenen Denk- und Verhaltensmustern vertraute ich aus Angst anderen mehr als meinem Bauchgefühl und meinem Herzen.. Meine wahren Bedürfnisse habe ich zu selten ausgelebt. Schwankungen und Disharmonie zwischen Körper, Geist und Seele wurden so groß, bis schließlich das Warnsignal „Burnout“ ertönte.

Vielleicht fühlst Du Dich angesprochen und hast Lust, Dich bei mir zu melden.
Dann tue es einfach. Ich bin da und würde mich freuen.

Carola Catoni
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