Winter – Hafen der Stille

Das Jahr hat begonnen, Gott besonnen
Karg ist das alte gegangen,
Im Namen aller, gelassen Fragen und Bangen
In Ganzheit vollkommen, an Worten offen, Atmen und Hoffen
In Ehren, was wird das neue bescheren?

Offenbaren wird es sich – in Klarheit
Sich umarmen herrlich in Strenge, mit Ängsten und Nöten wundervoll rund, wundervoll bunt
Vergeben im Geben, richten im Rechten,
Im Wesen wesentlich – wirken in Werken – maßvoll ankernd im Atem

Eisig, ganz leise bereitet, was gestern gewesen, glorreich für morgen den Segen
Ob es wohl schneit?

Herein bricht der Himmel spielend sein Spiel
Heldenhaft beugen sich Bäume zu nächtlicher Stund ruhend am Grund
Warm dankt der Tag
Der Mittag stimmt ein
Sanft bittet der Abend herein – Stille daheim

Im Mondschein bei Nacht vereint sich das All
ganz und gar himmlisch irdisch als Paar

Einfach schweigsam
weilt das Lachen des kranken Mannes
frei im Schrei der liebenden Frau

Winterlich mild singt still wohl und weise der Wind

Dezember

Still!

Im Dämmerlicht schläft der Tag
Ein Mantel, winterlich dick, zart in Grau, deckt sanft die Erde zu
Geduldig, ruht an langen dunklen Tagen, Stund um Stund, der Wurzelgrund
Braunes Laub schmiegt sich vertraut

Verschwunden sind Wiesen und Wälder, kunstvoll versunken im Dunst
Bäume, Häuser verstecken sich verträumt im Nebelblick
Alles scheint EINS, heil und ganz, Hand in Hand
Märchenhaft glänzt der Gnadenpfad
Mächtig warm hält sich das kahle Land

Schön sind betende Gesten, in finsterer Sicht
geboren offene Tore

Blumen, eisig und fein, umarmen Ast und Blatt
Glanzvoll, klar, erstrahlt die reine Pracht
Hängende Blätter taumeln verzaubert am Baum
……….Bäume atmen leise…..

Kalt – und weise schweigt der Geist
sich sehnend nach dem Gabentisch

Staunen !
Staunen lädt ein in trautes Heim

Dämonen finden selig nach Haus
Dunkle Spuren wehen hinaus

Still, in heller Freude lodern Flammen
Wunderbar duftet das Mahl

Kiefern halten dankend die Arme auf
Kindlich lächeln Fichten
Hohe Tannen lachen insgeheim

Und da!
Sommerlich warm, Sonnenglanz so nah
Herbstgräser tanzen festlich geschmückt
Frühlingshaft leicht, trübe im Winterwind

Augenblick für Augenblick
Ein Weihnachtsgruß vom ganzen Jahr

Erinnerung

für meine Kinder zum Gedenken ihres geliebten Papas

Erinnerung
Ewig jung , wunderbar, rund und bunt

Eifer, Sturm in Dunkelheit
Schreie in die Unendlichkeit

Still! Da!
Der Himmel weint – ganz nah
Sanft – das Paradies erwacht, da – ganz im Arm der Nacht

Golden glänzt der Herbst
Mücken schwärmen

Anmut, Klarheit!
Wahre Worte schweigen im Gartenteich

Tränen trocknen, Winde wehen weit

Mild – die Erinnerung weilt
Ewig jung, wunderbar, rund und bunt

Tulpenblüh`n

Tulpenblüh`n
Wegbegleiter für meine wundervolle Tochter Laura

Bunter Duft, am Gartenzaun, der Frühling tanzt
Der Vorhang weicht, ein Augenblick, dem Himmelreich

Wolken weinen
Bangen bitterlich, verharrt das Land
Im Schwarz der Nacht, Dämmerlicht, am Gartenzaun

Wohlauf, kräht da der Hahn
Bäume schlagen Purzelbaum
Urvertrau`n in Rot und Blau
Tulpenblüh`n, bunter Duft am Gartenzaun

Frühling

Gedanken zum Ostermontag, Geburtstag meines Bruders Karsten

Frühling

Ewig Kind, und wunderbar
Ein Märchen, lebendig und wahr

Im Herzen verloren…
Des Frühlings Milde einfach schweigt
Da, sanft in Weiß
Der Winter, lächelt weit

Am kahlen Ast, bald süß der Abend klingt
Das braune Blatt, ganz frei und leicht, im Winde schwingt
Ewig Kind, und wunderbar

Ein Märchen, lebendig und wahr

Ein Atmen, ein Lächeln

Ein Atmen
Ein Lächeln blüht auf
Grenzenlos schwerelos
Frei in Raum und Zeit
Dunkelheit…..
Licht der Stille, umarmt den Geist
Der Wind, er schweigt
Das himmlische Kind, es weint

Nackte, Gestalten, runzeln die Stirn….?
…..Der Frühling spielt sein Lied
Tränen, offene Meere, strömen herab

Wahrlich, in Pfützen ist das All Zuhaus
Der braune Herbst ruht sich aus

Ein Atmen, ein Hauch, grenzenlos schwerelos
Spuren im Staub,… ein Lächeln blüht auf
Frei, in Raum und Zeit

Entdeckung

Geburt des Frühlings

Festlich in Stille, steht hell der Stern
Fern hungriger Schreie
Scheinbar, unerreichbar – die Unendlichkeit

Wie herrlich duften Wolken, Väter und Töchter weltlicher Meere
Ob es wohl schneit??

Horch!
Sanft im Klang, Kronen in kahlen Ästen
Abenteuer…. tragen allmählich, den Winter, zu Grabe
Frühling, ein Lächeln in Tränen

Erwachen wird der Prinz, wo Himmel und Erde sich küssen
Noch ruht er geborgen,
im Leib, in Wehen sich windend
Gezeugt, Dank braunem Laub und gold`nem Sommerwind

Still……singt die Amsel vertraut ihr Lied
Vereint.…. gedeiht das Kind
Gnade! Gebärend im Schrei springt das Ei

Milde ziehen die Winde
Gewiss, Gott weiß, ob es noch schneit!
Eilt denn die Zeit?

…Tanzend den Atem, im Wandel, sie weilt

Winter – Hafen der Stille

Das Jahr hat begonnen – Gott besonnen
Karg ist das alte gegangen,
Im Namen aller – gelassen Fragen und Bangen
In Ganzheit einfach vollkommen – an Worten offen, Atmen und Hoffen
In Ehren, was wird das neue bescheren?

Offenbaren wird es sich – Zweifellos
In Klarheit mit Ängsten und Nöten wundervoll bunt wundervoll rund,
Sich umarmen herrlich in Strenge,
Vergeben im Geben
Richten im Rechten
Im Wesen wesentlich – wirken in Werken, maßvoll ankernd im Atem

Eisig bereitet, was gestern gewesen, glorreich für morgen den Segen
Ob es wohl schneit?

Herein bricht der Himmel spielend sein Spiel
Heldenhaft beugen sich Bäume
Zu nächtlicher Stund ganz in weiß ruhend am Grund

Warm dankt der Tag
Der Mittag stimmt ein
Sanft im Schritt bittet der Abend herein
Stille daheim
Im Mondschein bei Nacht vereint sich das All
ganz und gar himmlisch irdisch liebend als Paar

Winterlich mild singt der Wind

Im Gedicht wiegt sich die Welt
Leise, wie das Lächeln des kranken Mannes,
endlos gefangen im Schrei der liebenden Frau

Winterkind

Dankend, im Wink der Zeit, fällt einsam das Blatt,
haltlos gelassen am schwach klagenden Ast,
klärend genährt, weise gereift, frei im Geist.

Ganz und gar, wach und klar Zuhaus` im Urvertrau`n
lädt ein die Bank – gabenrein die Winterzeit.
Denn festlich hat es geschneit.

Frühlingshaft leicht, in Wehen sich windend, kehrt heim, alt und kahl der atmende Ast,
getragen vom kindlichen Lächeln, erfüllt von grenzenlosem Mitgefühl.

Schweigsam heilt sanft der Geist im Saft der Zeit.

Still – spielend im Winde,
in Erdgesängen glänzender Spross,
liegt wahrlich das wahre Gold der Welt.

Eisig im Strom der Zeit weilt die schöne heile Winterzeit.