Septembermorgen

Frühlingshaft frei, so sorglos still und weit,
ein Lächeln blüht auf

Doch einsam singt inniglichst der Liebe Leid
Der Freude treu, treu dem Schmerz, ein leises Flüstern

Ganz nah am Wegesrand das Herbstgras tanzt
Der Gartenteich, nicht weit, in weisen Worten schweigt

Frühlingshaft frei, so sorglos still und weit,
ein Lächeln blüht auf

Sommer

Der Sommer tanzt im Frühlingskleid
Sein Lächeln weit und breit

Doch müde blühen Blumen
Vögel fliegen fern in Finsternis
An Tränenglanz des Winters Licht scheint ewiglich
ewiglich haltend die Hand

Still

Ganz nah ein herbstlich Trost
in Herrlichkeit den Himmel reicht
Wolken winken wohlgemut
Schatten zaubern Urvertrau`n

Der Sommer tanz im Frühlingskleid
Sein Lächeln weit und breit

Gärten

Morgenlicht
Frischer Wind weht sanft
Müde glänzt der Kirschlorbeer
Die Wolken vertreibend, lächelt der Frühling weit und breit

Gärten sind Heiligtümer, die lachen und weinen

Gärten sind Quelle der Liebe
Still, im Zauber der Geduld,
die Fragen des Alltags einfach lieb habend,
sind Gärten Fluss des Lebens, vielleicht
eines fremden Tages ganz allmählich
mündend in ein Blütenmeer

Ein Garten ist Seele seines Gärtners
Lauschen wir tief,
Spricht er natürlich die Sprache unseres Herzens

Abgrund nah ist er Licht auf unser`m Wege,
einfach sich selbst liebend,
geborgen im Ozean der Sorge

Gärten sind Heiligtümer, die lachen und weinen

Vom Glück des Frühlings

(Muttertag, nach langer Zeit ohne Regen)

Frühling, kindlich Lächeln im Schoße der Welt
grünst und blühst rein um deiner selbst willen

Mitte Mai, Finsternis
Trommelklänge auf dem Fensterblech
Regen fällt, dich Frühling in Schönheit offenbarend,
in Liebe vollkommen, segensreich vom Himmelszelt

Du, Frühling, dich lieblich umarmend,
öffnest spielend die Herzen
Schweigend stillst du den Hunger,
heilend die Kriege der Welt

Singst Wiegenlieder auch
wenn braunes Laub einfach fällt
wenn Äpfel mit roten Backen Kindern Freude machen
und winterlich mild wohl behütet in Eis und Schnee

Dir Frühling, alles liebe zum Muttertag!




Ein Lächeln,…ein Lächeln für die Welt

Still, ganz still. Bunt blüht die Welt. Wunderbar duftet der Frühling. Endlich ist er da nach langen kalten Wintertagen. Sanftes Grün wärmt zärtlich das Gemüt.
Ein Lächeln,… ein Glücklichsein Augenblick für Augenblick, Erfüllung vollkommen.
Ausgangssperre, Besuchsverbot! Auf einmal haben wir Zeit.

Gedanken tauchen auf aus dem Nichts, sorglos ziehend wie Wolken im All.
Wo kommen wir her? Wo wollen wir hin? Wo geht die Reise hin? Immer höher, immer schneller,
immer weiter? Immer mehr wollen wir bewältigen, und auch noch glücklich sein.
Und nun? Auf einmal steht alles still – alles ruht – hier und jetzt! Was fangen wir an mit so viel Zeit? Nach so langer Zeit!

Siehe da! Still, ganz still! Der Kirschbaum blüht.
Ruhig und tief atme ich ein. Wie schön und friedlich ist der Augenblick!
Der Körper entspannt. Wie Mutter Natur! Er umarmt Fragen und Angst.
Denn der Geist ist Zuhause ganz bei mir – hier und jetzt. Gestern ist vorbei und Morgen noch nicht da.
Ausgangssperre! Blumen lächeln am Wegesrand.
Still, ganz still, ein Lächeln in mitten der Angst. Bunt scheint die Welt.
Horch!! Freude kommt auf – hier und jetzt.

Freundlich atme ich ein
Freude atme ich aus
Hinaus in die Welt

Ja, so soll es sein!
Krise, Schicksalsschlag, ich erinnere mich, damals vor 10 Jahren.Eine Welt brach zusammen, und mit ihr die Familie. Angst! Panik! Warum?
Was hatte ich falsch gemacht, ein Leben lang?? Und dann Stille. Auf einmal war alles richtig, wie es war. Gott sei Dank!! Mit einem Lächeln!
Ein Neuanfang!

Geheimnisvoll birgt jede Krise die wunderbare Chance für einen Neuanfang in sich.
Vielleicht werden aus Tätern und Opfern liebende Menschen mit mehr Mitgefühl und Verständnis.
Vielleicht entwickelt sich ein respektvolleres Miteinander und ein tieferes Verstehen aller Dinge.
Vielleicht wächst ja ganz allmählich eine Gesellschaft mit mehr Menschlichkeit heran, angefangen bei mir selbst. Vielleicht können wir so eines Tages unseren Traum lebendig werden lassen, jeder für sich und alle zusammen, und die wahren Wunder des Lebens wirklich berühren.Fangen wir doch einfach an und gärtnern, und gärtnern mit uns selbst – hier und jetzt.
Wir pflanzen ein Lächeln – hier und jetzt.
Hier und jetzt – ein Lächeln für die Welt.

Corona und der Frühling

Der Frühling kommt, auch mit Corona
Die Natur blüht auf, ganz gleich wo man schaut. Es wird bunt.Vögel zwitschern vergnügt, und Bäume lauschen wie jedes Jahr dem Wind. Die Frühlingssonne wärmt dankend das Gemüt.Corona macht was er will, er kennt keine Grenzen, so wie das Wetter.Vielleicht soll einfach alles so sein. Mit dem Virus gehen wir alle gemeinsam und jeder für sich einen Weg ins Offene. Viele von uns spüren offensichtlich eine Ohnmacht. Gestern beim Einkaufen blickte ich erstaunt auf volle Einkaufswagen und fragende Gesichter, bedrückende Gesichter, einfach Angst!!!Ich erinnerrte mich an den Tod meines geliebten Mannes,an die vielen Panikattacken im Burnout und an mein Kindheitstrauma. Der Schmerz war unendlich. Es war dasselbe Gefühl wie damals. Angst und Lähmung!Die schlimme Vergangenheit kam hoch.Aber zum Glück kann ich jetzt frei atmen, die Angst einatmen und wieder ausatmen, ohne Blockaden, ohne einen Klos im Hals. Das nenne ich Glück, Freiheit und Lebendigkeit im Alltag.Vielleicht ist es nötig, dass die ganze Welt mal still steht und wir heraus aus der Hektik des Alltags, heraus aus dem Hamsterrad, mal die Gelegenheit haben Zuhause zu uns selbst zu finden, so ganz gemütlich bei einer Tasse Tee und liebevollen Gesprächen in der Familie. Es könnte sogar ein Neuanfang sein, freundlich aufeinander zuzugehen, wo bei der Streit von gestern und die Sorgen von morgen ganz natürlich in Vergessenheit geraten.Das nenne ich geduldiges Atmen und Sein im Augenblickoder einfach getrost in den Stürmen des Frühlings stehen, als würde die Ewigkeit vor uns liegen.Wenn wir all die Fragen lieb haben, wachsen wir vielleicht ganz allmählich in die Antworten hinein, ohne es zu merken,ganz lebendig wie die Natur. Immer wieder spüre ich, dass die Natur uns Frieden und Freude vorlebt. Warum machen wir es nicht einfach auch mal so – als Teil der Natur???